Karma wirkt auf wissenschaftliche und natürliche Weise. Newtons drittes Gesetz liefert die Antwort auf die Frage, wie Karma funktioniert: Auf jede Handlung folgt eine gleich große und entgegengesetzte Reaktion. Dies bestätigt auch die Aussage: „Was du säst, das wirst du ernten.“

Zum Beispiel: Wenn du Mangokerne säst (Handlung/Aktion), erhältst du Mangofrüchte (entsprechende Reaktion) aus diesen Samen – keine Äpfel. Hier ist das Säen die Handlung/Aktion; die Reaktion erfolgt aus dem Samen und besteht darin, Mangos hervorzubringen (gleichartig zur Ursache). In der Welt der Menschen und anderer Lebewesen gibt es eine Zeitspanne zwischen dem Säen des Samens und dem Erhalten seiner endgültigen Frucht (Wirkung). Die Handlung des Säens legt die Ursache, deren Frucht oder Wirkung unausweichlich und unvermeidlich ist.
Laut Param Pujya Dada Bhagwan hat Karma mit Ursache und Wirkung zu tun – das Gesetz des Karma ist tatsächlich hochgradig wissenschaftlich. In der physischen Welt ist das leicht zu verstehen: Legst du deinen Finger auf eine heiße Herdplatte, tut es sofort weh, richtig? Karma funktioniert auf die gleiche Weise. Es ist dieselbe Art von Ursache und Wirkung. Da Karma jedoch weniger greifbar ist, ist es schwieriger zu verstehen. Zudem gibt es bei den mentalen Wirkungen eine zeitliche Verzögerung, bis sie zur Reife kommen.
Folglich manifestiert sich Karma in zwei Schritten – Ursache und Wirkung – wie untenstehend erläutert:

Wusstest du, dass dein gegenwärtiges Leben nichts anderes ist als das fortwährende Entfalten der karmischen Samen, die im vorherigen Leben gesät wurden? Was bedeutet es also, karmische Samen zu säen, und wie wird die Wirkung bei Menschen bestimmt? Lass es uns herausfinden!
Ein wohlhabender Unternehmer spendet 100.000 Dollar an eine wohltätige Stiftung. Zum Zeitpunkt der Spende denkt er innerlich: „Der Druck eines angesehenen Politikers hat mich zu dieser Spende gezwungen; sonst hätte ich keinen einzigen Cent gespendet.“ Für diese hohe Spende und seine vermeintliche Großzügigkeit wird er von unzähligen Menschen gelobt.

Auf der anderen Seite wird eine Person, die gerade ihren gut bezahlten Job verloren hat und hohe Schulden abzutragen hat, gebeten, an dieselbe Institution zu spenden. Niemand weiß, dass sie ihre Arbeit verloren hat. Die Person antwortet: „Es tut mir leid, im Moment kann ich nicht spenden. Wenn ich Geld hätte, würde ich jedoch ohne zu zögern 100.000 Dollar geben. Im Augenblick habe ich nur 500 Dollar, die ich spenden kann.“ Viele Menschen kritisieren dafür, da er trotz seines hochbezahlten Jobs nicht großzügig, sondern sehr knauserig reagiert.
Weltliche Gründe:
Die sich daraus ergebenden Fragen:
Um zu verstehen, wie Karma wirkt, ist es wesentlich, über die weltliche Sichtweise hinauszuschauen. Laut dem indischen spirituellen Wissenschaftler des Akram Vignan, Param Pujya Dada Bhagwan, muss man den Grund betrachten, warum jemand Geld spendet oder nicht spendet – und ebenso den Grund dafür, wie sich für beide alle Umstände zusammengefügt haben.
Der Akt des Spendens oder Nicht-Spendens ist nicht die eigentliche Ursache. Er ist eine Wirkung. Eine Wirkung kann man nicht aufhalten; man hat keine Kontrolle darüber. Das Zusammenkommen der Umstände und der Akt des Spendens sind Wirkungen, deren Ursache zuvor gelegt worden sein muss.
Was also ist die Ursache? Beim Unternehmer liegt die Ursache in der inneren Absicht zu spenden. Bei der anderen Person liegt die Ursache in der inneren Absicht, nicht zu spenden. Beide hatten diesen Absichten im vorherigen Leben gefasst. Diese Ursachen werden auch ‚aufladendes Karma‘ genannt. Als sich die jeweilige Absicht (die Ursache) in diesem Leben manifestierte, fügten sich alle Umstände so zusammen, dass die Frucht gegen den gegenwärtigen Willen oder Wunsch eintrat.
Auf Grundlage dieses Ursache-Wirkungs-Prozesses zeigt das folgende Diagramm, wie Karma funktioniert:

Richtet man den Blick erneut auf die beiden Szenarien – den wohlhabenden Unternehmer und die arbeitslose Person –, wird deutlich, dass beide eine innere Absicht (Intent) hatten: beim Spenden beziehungsweise beim Nicht-Spenden von Geld.
Der wohlhabende Unternehmer hat das Karma für sein nächstes Leben aufgeladen oder gebunden, dass er nicht in der Lage sein wird zu spenden, selbst wenn er es möchte. Dementsprechend hat die Person ohne Job solches Karma für ihr nächstes Leben aufgeladen oder gebunden, dass sie in der Lage sein wird zu spenden, wenn dieses aufgeladene Karma zur Reife kommt.
Auch wenn die Menschen den Unternehmer für seine Großzügigkeit loben, was hat er innerlich aufgeladen? Die konsequente Folge der Absicht „Ich würde keinen einzigen Cent spenden“ ODER „Ich würde ohne zu zögern 100.000 Dollar geben“ wird im nächsten Leben erfahren werden. Das ist das subtile Karma, das die Ursachen für die Wirkung im nächsten Leben setzt.
Der Unternehmer wird nicht in der Lage sein, Geld zu spenden, während die arbeitslose Person in seinem nächsten Leben Geld spenden kann. Ersterer hat sich aufgrund der Ursachen, die in ihm vorhanden sind und ihn in sein nächstes menschliches Leben begleiten werden, ein neues Leben voller Leid kreiert. Die Spende, die in diesem Leben gemacht wurde oder nicht, das war eine Wirkung.
Den Mythos entlarven:
Spenden, gemeinnützige Taten und Ähnliches sind alles sichtbares Karma, auch bekannt als sich entladendes Karma, und die Früchte davon werden in diesem Leben geerntet. Viele Menschen glauben, dass dieses sichtbare Karma das Aufladungskarma für das nächste Leben sei. Tatsächlich jedoch ist das subtile Karma, das im Inneren geschieht, das Aufladungskarma oder subtile Karma, das im nächsten Leben Früchte tragen wird. Es wird also während des sichtbaren Karmas bzw. der Wirkung neues subtiles Karma aufgeladen, das dann im nächsten Leben entladen wird.
Laut Param Pujya Dada Bhagwan gilt: „Eine Wirkung kann niemals entfernt werden. Wirkung bedeutet Ergebnis. Ein Ergebnis kann nicht beiseitegeschoben werden, doch die Ursachen können gestoppt werden. Die Wirkung ist eine Entladung, und die Ursachen – das Aufladen – finden innerlich statt, während man die Wirkungen durchlebt. Das Aufladen, also die Ursache, kann gestoppt werden, aber die Entladung – die Wirkung – können wir nicht aufhalten.
In den beschriebenen Szenarien haben beide während sie die Wirkung in diesem Leben erfahren, zugleich die Ursache für das nächste Leben gelegt. Das zeigt, dass Karma zyklisch wirkt. Während einer Wirkung wird die Ursache gelegt, und diese Ursache bringt mit Sicherheit ihre Wirkung hervor. So entsteht der Kreislauf des Karma.

Dieser Kreislauf erklärt, wie negatives Karma und positives Karma funktionieren. Wenn die Ursache positiv war (gute Absicht), ist die Wirkung angenehm. Wenn die Ursache negativ war, ist die Wirkung entsprechend unangenehm.
Param Pujya Dada Bhagwan hat in spirituellen Vorträgen ausführlich über diesen Karma-Kreislauf gesprochen und darüber, wie er die Grundlage der Reinkarnation bildet. Hier ein Auszug aus einem dieser Vorträge:
Dadashri: Während man die Auswirkungen von Karma aus der Vergangenheit erlebt, entstehen gleichzeitig die Ursachen für neues Karma. Diese Ursachen werden dann im nächsten Leben als Gedanken, Worte und Taten „wirksam“. So geht der Kreislauf von Ursache und Wirkung, Wirkung und Ursache weiter. Nur in der menschlichen Lebensform ist es möglich, Ursachen zu schaffen. In den anderen Lebensformen (Tierreich, Hölle, Himmel) gibt es nur Wirkung. Hier, in der menschlichen Lebensform, haben wir sowohl Ursachen als auch Wirkungen. Wenn „wir” euch Gnan geben, stoppen „wir” die Ursachen. Dann wird es keine neuen Wirkungen geben.
Questioner: Gilt Karma nur für den Menschen?
Dadashri: Menschen tun nichts anderes, als ständig Karma zu binden. Das menschliche Ego ist so beschaffen, dass es selbst dann, wenn es nicht isst, trinkt, oder irgendwelche Handlungen im weltlichen Leben ausführt, dennoch die Vorstellung "Handelnder zu sein" aufrechterhält, und genau deshalb bindet es Karma. Karma wird durch das Ego gebunden, das sagt: "Ich tue es". Ist das nicht erstaunlich? Man kann beweisen, dass das Ego nicht isst, trinkt oder sonst irgendetwas tut. Man kann auch beweisen, dass es, obwohl es nichts tut, Karma bindet. Nur Menschen binden Karma.
Man kann nicht sehen, wie Karma gebunden wird. Im Allgemeinen glauben die Menschen, Karma sei etwas, das mit den Augen sichtbar ist. Sie sehen vielleicht, wie jemand einen anderen verletzt, und nehmen an, so lade man Karma. Ist das nicht das, was die Menschen glauben?
Questioner: Ja, sie sagen es so, wie sie es sehen.
Dadashri: Die Leute glauben, dass Karma die äußeren Handlungen sind, die Menschen ausführen, wie essen, schlafen, jemanden schlagen usw. Die Leute bezeichnen alle Handlungen als Karma. Aber in Wirklichkeit sind die Handlungen, die sie sehen, nur die Früchte von Karma und nicht das tatsächliche Karma. Wann immer Karma gebunden wird, gibt es inneres Leiden. Was macht ein Kind, wenn man ihm bittere Medizin gibt? Es zieht eine Grimasse. Gibt man ihm eine süße Medizin, wird es sie mögen. Wenn Menschen Anhaftung - Abneigung (Raag-Dwesh) erleben, säen sie Ursachen, die neues Karma hervorrufen. Du wirst das Karma erleben müssen, das dir gefällt und auch das, das dir nicht gefällt. Das Karma, das dir nicht gefällt, wird dich verletzen, während das, welches dir gefällt, dich glücklich macht. Die Ursachen, die in deinem vergangenen Leben erschaffen wurden, bringen die Früchte in diesem Leben.
Wenn du gegenüber demjenigen, der dich beschimpft, keine Abneigung empfindest, und keine Anhaftung gegenüber demjenigen, der dich mit Blumengirlanden schmückt und sich um dich kümmert, dann wird kein Karma gebunden. Raag ist Anhaftung. Dwesh ist Abscheu.
Der Körper ist aus der Unwissenheit über das Selbst entstanden. Er ist die Folge aller von dir selbst geschaffenen Ursachen. Verstand, Sprache und Körper sind alle wirksam. Während man die Wirkungen erfährt, schafft man neue Ursachen. Auf diese Weise wird der Kreislauf von Ursache und Wirkung fortgesetzt. Selbst die ausländischen Wissenschaftler können das Konzept der Reinkarnation auf dieser Grundlage verstehen!
Karma und Reinkarnation sind also miteinander verknüpft! Der Karma-Zyklus zeigt, wie sich Karma auf dein nächstes Leben auswirkt.
Es sind nur drei Schritte, um zu verstehen, wie Karma für jeden Menschen funktioniert: die Ursache legen, das Zusammenkommen der Umstände, die die Wirkung der Ursache hervorbringen, und das Erleben der Wirkungen. Was die Menschen Karma nennen, ist in Wirklichkeit eine Wirkung. Ihre Ursache wurde im vergangenen Leben durch eine Absicht gelegt. Sobald die Absicht gefasst wurde, wurde das Karma gebunden oder aufgeladen. Dieser Akt des Bindens von Karma ist nicht sichtbar. Sichtbar ist die Wirkung des Karmas, sei es die Spende bis hin zu den Lobpreisungen, wie in dem Beispiel, das in diesem Beitrag behandelt wird, die sich erst nach einer gewissen Zeitspanne materialisiert.
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