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Warum man das Fundament einer Religion nicht verletzen sollte

Fragender: "Hae Dada Bhagwan! Mane koi pan dharmanu kinchit matra pan praman na dubhai; na dubhavai, ke dubhava pratye na anumodai evi param shakti aapo.

Mane koi pan dharmanu, kinchit matra pan praman na dubhai, evi syaadvaad vani, syaadvaad vartan ane syaadvaad mannan karvani param shakti aapo."

„Oh, Dada Bhagwan, gib mir die absolute Energie, nicht im Geringsten das Fundament einer Religion zu verletzen, dies zu verursachen oder jemanden dazu anzustiften.

Gib mir die absolute Energie, nicht im Geringsten das Fundament einer Religion zu verletzen, und meine Gedanken, meine Sprache und meine Handlungen auf eine Art auszudrücken, die von allen akzeptiert wird.“

Dadashri: Du solltest das Fundament der Religion eines anderen nicht verletzen. Du solltest nicht das Gefühl haben, dass seine Religion falsch ist. 'Eins' ist doch eine Zahl, nicht wahr?

Fragender: Ja.

Dadashri: Dann ist 'Zwei' auch eine Zahl, oder?

Fragender: Ja, das ist sie.

Dadashri: Weißt du, was diejenigen sagen, die bei '100' sind? Sie sagen: „Unsere Religion ist richtig, eure ist falsch.“ So etwas solltest du nicht sagen. Alle Religionen sind richtig. Die auf Stufe Eins sind richtig auf dieser Stufe; die auf Stufe Zwei sind richtig auf jener Stufe – und so weiter. Jede ist auf ihrer jeweiligen Stufe richtig. Die Stufe, die alle anderen Stufen akzeptiert, ist Syadvaad. Etwas in seiner Gesamtheit zu akzeptieren, ist Syadvaad. Teile davon abzulehnen ist falsch. Wer bei 360 Grad ist, sieht jeden als richtig auf dessen jeweiliger Stufe.

Wir können also nicht sagen, dass der Islam falsch ist. Jede Religion ist richtig. Wir können niemandem sagen, seine Religion sei falsch. Wie können wir jemandem, der Fleisch isst, sagen, dass er unrecht hat? Er wird entgegnen, dass seine Religion das Essen von Fleisch erlaubt. Deshalb dürfen wir es nicht ablehnen. Es ist sein Glaube und seine Überzeugung. Wir dürfen niemandes Glauben verletzen. Wenn jedoch unsere eigenen Leute Fleisch essen, sollten wir ihnen freundlich sagen, dass das nicht gut ist. Wenn sie es dennoch weiter tun wollen, dürfen wir keine Einwände erheben. Wir sollten ihnen erklären, dass ihnen das nicht dienlich sein wird.

Syadvaad bedeutet, das Fundament keiner Religion zu verletzen. Was wahr ist, kann wahr genannt werden, und was falsch ist, kann falsch genannt werden. Das ist gemeint mit „nicht das Fundament verletzen“. Man sollte weder das Fundament des Christentums noch des Islams noch irgendeiner anderen Religion verletzen, denn sie sind alle in den 360 Grad enthalten. Die wahre Sicht ist im Zentrum, und alles andere sind relative Sichtweisen. Für denjenigen im Zentrum sind alle relativen Sichtweisen korrekt.

Das ist der Syadvaad-Weg. Jede Religion muss akzeptiert werden. Wir müssen auch die Ohrfeigen von anderen akzeptieren, denn niemand ist fehlerhaft. Wenn du Fehler im anderen siehst, liegt der Fehler bei dir selbst. Unser Intellekt lässt uns die Fehler der anderen sehen.

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