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Was ist beleidigt sein?

Wenn eine Person aus Ärger beleidigt ist, ist dies tatsächlich der eigentliche Ärger. Wenn beispielsweise Mann und Frau nachts heftig streiten, entsteht so viel Ärger, dass sie beide die ganze Nacht ruhelos wachliegen. Am Morgen serviert sie ihm den Tee, indem sie die Teetasse hinknallt. Der Ehemann merkt dann, dass sie immer noch beleidigt ist. Das nennt man Ärger. Die schlechte Laune kann für eine unbestimmte Zeit andauern. Bei manchen kann das ein ganzes Leben lang sein. Manchmal wird der Ärger zwischen Vater und Sohn solche Feindseligkeit zwischen ihnen verursachen, dass keiner von ihnen das Gesicht des andern sehen will. Die schlechte Laune ist durch den verstimmten Gesichtsausdruck offensichtlich.

Die schlechte Laune kann derart sein, dass, wenn jemand mich vor fünfzehn Jahren gekränkt hat und ich ihm heute begegne, ich in dem Moment, indem ich ihn erblicke, mich an alles aus der Vergangenheit erinnern werde.
Das ist die fortwährende Verbindung zu einem vergangenen  Ereignis (Taanton). Gewöhnlich geht 'eingeschnappt sein' nie weg. Sogar bekannte Asketen und Mönche schmollen. Wenn du sie provozieren und ihre Autorität angreifen würdest, würden sie für Wochen nicht mit dir sprechen. Das nennt man Tantoon.

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